Nachhaltigkeit im Unterricht
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Nachhaltig in den Schulalltag: So gelingt ein nachhaltiger Schulstart

Die Sommerferien sind in fast allen Bundesländern vorbei – und der Schulalltag beginnt wieder. Der Schulstart bietet eine gute Gelegenheit, das Konsumverhalten zu hinterfragen und gemeinsam neue, nachhaltige Routinen zu entwickeln.

In diesem Beitrag zeigen wir, wie sich das Thema Nachhaltigkeit passend zum Beginn des Schuljahres aufgreifen lässt. Die Tipps eignen sich für den Unterricht und regen Lernende dazu an, den eigenen Schulalltag bewusst zu gestalten – von der Ausstattung über die Verpflegung bis hin zu Mobilität.

Nachhaltiger Schulstart: Schulranzen bewusst auswählen und weitergeben

Illustration Schulranzen mit Büchern und Stiften

Für viele Kinder ist die Einschulung ein besonderes Ereignis, zu dem der erste eigene Schulranzen natürlich dazugehört. Als Lehrkraft könnt ihr die Kaufentscheidung zwar nicht direkt beeinflussen, dennoch bietet das Thema einen guten Anlass, mit Lernenden über nachhaltigen Konsum, langlebige Produkte und bewusste Kaufentscheidungen zu sprechen. Auch ein Flohmarkt für gebrauchte Schulmaterialien kann Nachhaltigkeit im Schulalltag sichtbar und erlebbar machen.

Schulranzen, Turnbeutel und andere gut erhaltene Dinge bekommen so eine zweite Chance, statt ungenutzt zu bleiben oder frühzeitig entsorgt zu werden. Eine weitere Idee ist ein Nachhaltigkeitsladen an der Schule. In diesem Artikel lest ihr, wie das Projekt an der Zentralschule Harrislee umgesetzt wurde: Nachhaltig handeln und anderen helfen: Der Nachhaltigkeitsladen der Zentralschule Harrislee.

Die Schreibutensilien

Ein wichtiger Aspekt im Schulalltag ist das Material. Denn natürlich braucht es mindestens Stift und Papier, um das Gelernte festzuhalten oder Hausaufgaben zu machen. In diesem Blogartikel könnt ihr alles darüber lesen:  Füller, Buntstift, Papier … was sind nachhaltige Schreibutensilien?

Die Brotdose: gesund, regional und nachhaltig

Eine ausgewogene Ernährung liefert Lernenden die Energie, die sie für den Schulalltag brauchen. Empfehlenswert sind zum Beispiel Nüsse, belegte Vollkornbrote sowie Obst und Gemüse. Dabei könnt ihr gemeinsam mit den Lernenden darauf schauen, woher die Lebensmittel kommen. Im Idealfall sind sie regional und saisonal und es wird auf unnötige Plastikverpackungen verzichtet. Als gesunde Durstlöscher eignen sich Wasser, ungesüßter Tee und Saftschorlen.

Ein gemeinsamer Besuch auf dem Wochenmarkt macht die Kriterien  für nachhaltige Ernährung anschaulich und zeigt den Kindern die Vielfalt heimischer Produkte. Gleichzeitig könnt ihr besprechen, wie sich Lebensmittelverschwendung vermeiden lässt: In die Brotdose sollte nur so viel kommen, wie an einem Schultag tatsächlich gegessen wird. Wiederverwendbare Brotdosen und Trinkflaschen helfen außerdem dabei, Verpackungsmüll zu reduzieren.

Wenn eure Schule über eine Schulküche verfügt, könnt ihr mit den Kindern auch gemeinsam eine gesunde und nachhaltige Brotdose zusammenstellen. Die Aktion macht Spaß und vermittelt praxisnah, wie sich bewusste Ernährung und Nachhaltigkeit im Alltag verbinden lassen.

Wenn ihr mehr darüber lesen möchtet, wie sich gesunde Ernährung als Thema im Unterricht und an der Schule umsetzen lässt, findet ihr Inspiration in diesen Artikeln:

Der Schulweg: nachhaltig unterwegs

Auch der Schulweg lässt sich umweltbewusst gestalten. Das Auto sollte nur zum Einsatz kommen, wenn es wirklich notwendig ist. Wenn eine Autofahrt nicht vermeidbar ist, können Fahrgemeinschaften dabei helfen, Kohlenstoffdioxid einzusparen und die Zeit der Eltern zu entlasten.

Bei einer guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr können ältere Kinder (je nach individueller Situation) auch mit Bus oder Bahn zur Schule fahren. Besonders nachhaltig sind Wege mit dem Fahrrad oder zu Fuß – das sorgt auch für mehr Alltagsbewegung und  ist damit gut für Entwicklungsziel 3 Gesundheit und Wohlergehen.

Sprecht mit eurer Klasse darüber, wie die Kinder zur Schule kommen. Das Thema lässt sich auch gut in den Mathematikunterricht integrieren: Die Kinder können zum Beispiel berechnen, wie viel Kohlenstoffdioxid die Klasse insgesamt für den Schulweg verursacht oder welcher prozentuale Anteil der Lernenden mit dem Fahrrad kommt. So werden nachhaltige Mobilität und mathematische Kompetenzen anschaulich miteinander verbunden.

Der Schulgarten: Bewusstsein für regionale und saisonale Produkte

Ein Schulgarten kann bei Kindern und Jugendlichen das Bewusstsein für gesunde Ernährung stärken. Hier erfahren die Lernenden alles über den Anbau von Gemüse und erfahren, welche Sorten heimisch sind und wann sie Saison haben. Vielleicht nutzt ihr dieses Schuljahr, um gemeinsam einen Schulgarten anzulegen?
Mehr Ideen und Informationen zum Thema findet ihr in diesen beiden Artikeln:

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