Wir haben uns gefragt: Wie groß ist eigentlich der Einfluss unseres Essens auf unseren CO₂-Fußabdruck? Also haben wir an unserer Schule nachgerechnet und waren ziemlich überrascht: Denn knapp 10 Prozent des CO₂-Ausstoßes unserer Schule kommen tatsächlich aus der Kantine und vom Kiosk.
Die gute Nachricht: Schon kleine Veränderungen im Schulalltag können richtig viel bewirken und dabei sogar ziemlich lecker sein.
Unsere Ideen für eine klimafreundliche Ernährung an der Schule
Gesunde vegetarische oder vegane Bowls in der Mensa
Dank eines Pfandsystems kann man sie auch mit auf den Pausenhof, in die Picknick-Ecke oder mit ins Klassenzimmer nehmen. Und das Beste: es entsteht kein unnötiger Müll.
Unsere erprobten Zutaten:
- Basics: Reis, Couscous, Quinoa oder Bulgur
- Toppings: grüner Salat, Babyspinat, Gurken, Paprika, Rote Beete, Karotten, Oliven, Brokkoli, Nüsse, Mini-Mozzarella, Tomaten, Edamame, Mais, Tofu …
- Saucen: Hummus, Joghurt-Dressing, Honig-Senf-Dressing

Unser Wochen-Highlight: Einmal pro Woche gibt es leckeren Glasnudelsalat – unser absoluter Favorit!
Tipp: Lasst die Salatbar vom Förderverein eurer Schule finanzieren oder startet ein Crowdfunding.
Fit and fresh day in der Mensa
Sprecht mit eurem Caterer und führt einen rein vegetarischen Tag in der Mensa ein. Hierzu braucht ihr am besten die Unterstützung der Schülersprecher:innen, der SMV und der Eltern. Ihr könnt z. B. herausfinden, welche Gerichte bei euren Mitschüler:innen gut ankommen und einen Testlauf durchführen.
Tipp: Erstellt ein ansprechendes Werbeplakat und verteilt es im Schulhaus.
Klimafrühstück im Klassenzimmer

Hier wird nicht nur gegessen, sondern auch gelernt: Zuerst informieren die 10. oder 11. Klassen die 5. oder 6. oder Klassen in einer kurzen Präsentation über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Klima sowie den CO₂-Abdruck von Speisen und Getränken und wie man ihn berechnen kann.
Danach folgt der praktische Teil. So wird das Wissen direkt erlebbar!
Die Lernenden bereiten ein Frühstücksbuffet vor, probieren verschiedene Lebensmittel und schätzen ein:
- Welche sind klimafreundlich? Und warum?
- Welche eher nicht?
- Und woher kommen sie eigentlich? Zeichnet dafür die Herkunft eurer Lebensmittel auf einer Weltkarte ein.
Tipp: Vergleicht den CO₂-Abdruck eines regionalen/saisonalen Obstkorbs vom Markt (Äpfel, Birnen) mit einem exotischen Obstkorb (Mango, Kiwi, Orangen) aus dem Supermarkt.
Bio-Smoothies am Kiosk
Ein echtes Highlight an unserer Schule sind die frischen Bio-Smoothies, vor allem an warmen Tagen. Sie können mit saisonalem und regionalem Obst und Gemüse hergestellt werden, z. B. von eurer Koch- oder Umwelt-AG. Kooperiert dazu gerne mit eurem lokalen Biomarkt. Serviert werden sie in Mehrweg-Pfandbechern – nachhaltig und praktisch zugleich.

Tipp: Werdet kreativ und gestaltet eure eigenen Pfandbecher mit Schullogo!
Wasserspender im Schulhaus
Und auch bei den Getränken könnt ihr klimafreundlich sein: Bringt eure eigenen Trinkflaschen mit und lasst einen Wasserspender aufstellen, der Leitungswasser sprudeln oder im Sommer kühlen kann. So vermeidet ihr unnötigen Plastikmüll und sorgt für ausreichend Flüssigkeit bei Hitze im Sommer.
Fazit: Unsere Ernährung hat einen größeren Einfluss auf das Klima, als viele denken. Mit einfachen Ideen und etwas Kreativität könnt ihr schon im Schulalltag einen Beitrag leisten. So schmeckt es gleich viel besser!


Welch eine wunderbare Initiative! Ich wünsche der Autorin alle Kraft und Geduld, damit sie an dem Projekt dranbleibt
Sehr gute Idee und ausgezeichnete Umsetzung. Bitte neben dem Schutz unserer Umwelt auch den Erhalt unserer Gesundheit durch gute Ernährung hervorheben!
Eine super Idee und die Hoffnung, dass viele Schulen damit inspiriert werden. Gerade die junge Generation sollte dazu gebracht werden, noch nachhaltiger mit den Sourcen umzugehen.
Vielen Dank für Deinen Einsatz.
Wir “ alte Pädagogen“ finden gesundes
Ernährung für junge Menschen sehr
wichtig. Helga und Hilde Rohe