Going Green: Start
Das Ziel, eine klimaneutrale Schule zu werden, ist ein hoch gestecktes und nicht so einfach zu erreichen. Deshalb wollte man sich diesem Ziel Schritt für Schritt nähern und auch die Lernenden in den Prozess miteinbeziehen. Anstatt den gesamten Input von Lehrkräften zu erhalten, wurden ältere Lernende als Peers eingebunden, um die jüngeren Kinder z. B. bei Pflanzaktionen zu unterstützten.
Der Start fand im Rahmen eines Projekttages im Klassenverband statt. Hierbei wurden zunächst theoretische Zusammenhänge von Energienutzung und Klima erarbeitet. Anschließend wurden sogenannte „Zukunftswerkstätten“ ins Leben gerufen, in denen die Frage bearbeitet wurde, wie nicht nur jede einzelne Person, sondern auch die gesamte Schule einen Beitrag zu einem umweltgerechterem Schulleben leisten kann. Daraus entstand eine umfangreiche Sammlung mit diversen Ideen.
Going Green: Pflanztag
Ein Bewusstsein dafür, dass jede und jeder Einzelne einen Beitrag auf dem Weg zu einer klimaneutralen Schule leisten kann, wurde im Rahmen einer gemeinsamen Pflanzaktion geschaffen. Hierbei nutzte die Schule ein Peer-to-Peer-System, wobei Lernende aus der Oberstufe Kinder und Jugendliche der unteren Jahrgangsstufen betreuten.

Vorab wurde den insgesamt 300 Lernenden aus der Oberstufe eine durch Lehrkräfte organisierte Kurz-Schulung angeboten. In dieser wurde ihnen vermittelt, wie man einen Baum, einen Strauch, Stauden oder Frühblüher richtig pflanzt, um dieses Wissen dann am Projekttag weiterzugeben.
Nicht nur das Schulgelände wurde bepflanzt: Der 8. Jahrgang arbeitete am Pflanztag auch mit Mitarbeitenden des benachbarten Graf Recke-Quartiers zusammen, auf dessen Gelände ebenfalls gepflanzt wurde.
Going Green: Herausforderungen
Eine große Herausforderung war die Planung des Projekttags, welcher durch ein eigens dafür geschaffenes Komitee aus Lehrkräften übernommen wurde. Es musste ein Konzeptplan für das 7,9 Hektar große Schulgelände erstellt werden, Spendengelder generiert und der Kauf sowie die Verteilung von Pflanzen organisiert werden. Auch Wasserwagen waren notwendig und die Pflanzareale mussten abgesteckt und beschildert werden. Nicht zuletzt stellte auch die Versorgung mit Arbeitsmaterial eine Herausforderung dar, denn nicht alle Lernenden konnten passendes Gartenwerkzeug von zu Hause mitbringen.
Going Green: Projektabschluss und Resonanz
Zum Abschluss des Projekts kamen Gäste von der Stadt und Fridays for Future, die Reden hielten und auf die Bedeutung des Projekts und Aktionen für den Klimaschutz hinwiesen.
Auch die Lernenden sind begeistert – am Pflanztag herrschte eine großartige Stimmung und die Begeisterung, das Projekt fortzuführen, ist groß.
Going Green: Wie geht es weiter?
Die Pflanzen werden nach dem großen Pflanztag weiterhin von den Lernenden gepflegt: Klassen haben Baumpatenschaften, eine Arbeitsgruppe übernimmt das Zurückschneiden von Hecken, die Bewässerung etc. Zum Schulstart können die neu aufgenommenen Kinder in den Going-Green-Gedanken einbezogen werden, indem sie ebenfalls Frühblüher setzen und neue Stauden pflanzen.
Nach „Going Green“ sollen nun noch weitere Arbeitsgruppen zum Thema Nachhaltigkeit entstehen wie z. B. für einen Second-Hand-Laden. Das Ziel ist, auf Dauer ein nachhaltigeres, klimaneutrales Schulleben zu initiieren und ein entsprechendes Bewusstsein bei den Lernenden zu schaffen. Die Hoffnung ist, dass Lernende durch dieses langfristig angelegte Projekt erfahren, dass sie einen Unterschied bewirken können, indem sie für das Schulgelände und damit auch für die Umwelt tätig werden.


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