Was ist SDG 8?
„Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ lautet der Titel des achten Entwicklungsziels der Vereinten Nationen. Es soll dafür sorgen, dass es in der Welt keine moderne Sklaverei, Zwangs- oder Kinderarbeit mehr gibt. Außerdem sollte es ein Ziel sein, dass jeder Erwachsene einen zukunftsfähigen Job mit angemessenen, fairen Arbeitsbedingungen hat.
Weitere Punkte, die mit Ziel 8 erreicht werden sollen:
- Die Wirtschaft in weniger entwickelten Ländern soll wachsen (um sieben Prozent pro Jahr).
- Die Produktivität soll erhöht und Frauen mehr in das Wirtschaftssystem einbezogen werden.
- Der Zugang zu bedarfsgerechten Finanzdienstleistungen für kleine und mittlere, insbesondere frauengeführte Unternehmen, soll verbessert werden.
- Die Kapazität inländischer Finanzinstitutionen soll gestärkt werden.
- Wirtschaftsleistung und Wohlstand sollen vom Ressourcenverbrauch entkoppelt werden.
- Alle Menschen sollen eine Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit haben.
- Zwangsarbeit und Menschenhandel sollen abgeschafft werden.
- Bis 2025 soll jeglicher Form von Kinderarbeit ein Ende gesetzt sein.
- Nachhaltiger Tourismus soll gefördert werden.
Statistiken, wie der aktuelle Stand beim Erreichen der Ziele ist, findet ihr zum Beispiel der Website des Statistischen Bundesamtes
In diesem Ausschnitt aus unserem Erklärfilm zu den Entwicklungszielen wird das SDG 8 kurz vorgestellt:

Worum geht es beim Tag der Arbeit?
Jährlich wird am 1. Mai für faire und menschenwürdige Arbeitsbedingungen demonstriert. Seinen Ursprung hat der Tag der Arbeit in den USA. Dort wurde der 1. Mai lange als „Moving Day“ bezeichnet, da er früher als Stichtag für Arbeitsverträge galt. So mussten an diesem Tag viele Menschen ihren Arbeitsplatz und dadurch manchmal auch ihren Wohnort wechseln.
Im Jahr 1886 gingen deshalb viele Arbeitnehmer auf die Straße, um für den Acht-Stunden-Tag zu demonstrieren. Diese Kundgebung wurde jedoch gewaltsam beendet.
Ein paar Jahre später, im Jahr 1889, wurde dann in Paris beim Internationalen Arbeiterkongress beschlossen, dass 1890 am 1. Mai – genau wie in Amerika – gestreikt werden sollte. Seitdem gilt der Tag auf der ganzen Welt als Aktions- und Feiertag für die Arbeiterbewegung.
Der Tag der Arbeit in Deutschland
In Deutschland wurde der 1. Mai zum ersten Mal 1919 als offizieller Feiertag begangen. Dabei stand allerdings der Gedanke des Weltfriedens, des Völkerbundes und des internationalen Arbeiterschutzes im Vordergrund. Außerdem war der 1. Mai nur in diesem Jahr ein arbeitsfreier Feiertag. 1933 wurde er dann von den Nationalsozialisten wieder eingeführt. Diese nutzten ihn allerdings für ihre eigenen Propagandazwecke und veranstalteten Aufmärsche und Paraden.
Die Alliierten bestätigten den 1. Mai nach dem Zweiten Weltkrieg als Feiertag, der deutschlandweit begangen wird. Bis heute ist der Tag arbeitsfrei. Allerdings steht der Kampf für Arbeitnehmerrechte nicht mehr so im Vordergrund wie früher.
Der Tag der Arbeit im Unterricht
Es gibt viele Möglichkeiten, den Tag der Arbeit mit eurer Klasse zu behandeln. Er bietet einen guten Anlass, um über faire Arbeitsbedingungen zu diskutieren. In kleineren Gruppen lässt sich zum Beispiel herausarbeiten, welche Missstände es heute noch in der Arbeitswelt gibt und wie diese sich vielleicht lösen lassen.
Ihr könnt auch recherchieren, welche Veranstaltungen am 1. Mai in eurer Umgebung stattfinden. Auch heute noch rufen zum Beispiel viele Gewerkschaften zu Demonstrationen am Tag der Arbeit auf.
Produktempfehlung
Im Kapitel „Nachhaltig und fair wirtschaften“ findet ihr Informationen und Aufgaben zu Entwicklungsziel 8, wie zum Beispiel zum Thema „Internationale Arbeitsteilung“.








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