Medienkonsum als Unterrichtsthema
Wie wäre es, Themen wie Handysucht und achtsamer Medienkonsum mit einer Lektüre genauer in den Blick zu nehmen? Mit dem Buch Molly Blume von Will Gmehling aus der Reihe Schlau mit blau könnt ihr genau das tun. In der Geschichte geht es um die titelgebende Molly, deren Eltern handysüchtig sind. Es gibt keine Situation, in der die Eltern nicht sofort das Handy rausholen (selbst auf einer Beerdigung!). Was das mit Molly macht wird durch die eindrücklichen Illustrationen von Anna Schilling deutlich. Also entschließt sie sich kurzerhand, ihre Eltern in den Keller einzusperren und sie „auszunüchtern“. Ob und wie das gelingt, welche Chancen ein Verzicht für die gesamte Familie hat und welche Konsequenzen aus dem Experiment gezogen werden, können die Lernenden eindrücklich nachvollziehen. Im besten Fall wirkt die humorvolle Schreibweise von Will Gmehlimng noch lange nach und die Jugendlichen haben selbst Lust auf einen kleinen Verzicht. Man muss ja nicht gleich das Handy komplett weglassen – wie wäre es zunächst einmal mit einer App, die man für ein paar Tage löscht? Oder Aufgaben rund um die Lektüre ohne ChatGPT beantwortet? Dann werden Gedanken wieder freier, Begegnungen intensiver und Gespräche vertiefen sich.
Holt doch einmal euer Handy raus und schaut nach, wie viel Zeit ihr wöchentlich am Smartphone seid. Das kann auch ein guter erster Einstieg ins Thema mit den Lernenden sein.
In Anbetracht der Tatsache, dass viele psychische Krankheiten aus dem erhöhten Medienkonsum resultieren, kann eine Unterrichtseinheit mit „Molly Blume“ Jugendliche ab der 5. Klasse ermutigen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Berliner Klasse beispielsweise spricht sehr positiv vom 3-wöchigen-Verzicht. Vielleicht kann das auch helfen, eure Klasse aufzuwecken und einen nachhaltigen Umgang zu schulen.
Hier der Link zum Bericht der Berliner Klasse: Berliner Schüler testen den digitalen Verzicht | tagesschau.de







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