Es wird wärmer, die Hitzetage nehmen zu. Ein Ergebnis des Klimawandels. Umso mehr suchen wir nach Abkühlung, werfen Klimaanlagen und Ventilatoren an, um es in unseren Häusern und Büros auszuhalten. Hauptnahrungsmittel werden gefühlt Eiscreme und Grillfleisch. Und wenn dann endlich die Ferienzeit anbricht, können viele von uns gar nicht schnell genug in den Flieger steigen.
In den Schulen kommt langsam Ferienstimmung auf und so mancher fragt sich, womit man denn die nächste Vertretungsstunde oder einen Projekttag sinnvoll füllen kann? Im Sinne einer Lebensweltorientierung und dem Bildungsziel „Nachhaltige Entwicklung“ lässt sich ganz einfach der Sommer zum Thema im Unterricht machen.
Nachhaltig, auch wenn der Schweiß fließt
Auch auf nachhaltige Weise lässt sich Abkühlung schaffen. Ein klassisches Fußbad kühlt den Körper. Der richtige Zeitpunkt fürs Lüften bringt die Möglichkeit, die Temperatur in den Innenräumen auch ohne Klimaanlage zu kontrollieren. Der praktische Umgang mit den heißen Temperaturen ist ein schöner Ansatzpunkt, um mit Lernenden Vorwissen zu sammeln und zu recherchieren. Stichworte wie „Sommerhitze“ und „Nachhaltigkeit“ oder „Kühlen ohne Klimaanlage“ liefern zahlreiche Treffer in den einschlägigen Suchmaschinen. Auf die Schnelle lässt sich zum Beispiel eine Tabelle an der Tafel mit klimaschädlichem Verhalten, den Gründen und den Alternativen anlegen. Sind digitale Endgeräte zur Hand, dann recherchieren die Lernenden in Gruppen und sammeln ihre Ergebnisse in der gemeinsamen, ggf. sogar digitalen und für alle zugänglichen Tabelle.
Darf ich jetzt nicht mehr grillen?
Zu den vielleicht beliebtesten Freizeitaktivitäten des Sommers nach dem Freibadbesuch zählt die gemütliche Grillparty. Eines der großen Probleme: Grillkohle stammt nicht selten noch immer aus Tropenwäldern. Nachhaltige Alternativen sind aber auf dem Vormarsch und ein bedachter Einkauf kann diese Umweltfalle umschiffen. Auch ein Elektrogrill kann eine Alternative darstellen.

Das andere Problem: das Grillgut. Ein hoher Fleischkonsum gilt schon lange als Klimafeind. Auch hier kann man mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kommen. Sei es über das Grillen von Gemüse, die Recherche von leckeren Grillrezepten oder dem Diskurs über die Klimafreundlichkeit von vegetarischen Fleischalternativen.
Und wenn zum Schuljahresabschluss noch ein Klassenfest im Kalender steht, kann die Klasse zum Beispiel einen Brief an die Eltern formulieren mit der begründeten Bitte, nur Snacks nach ihren Kriterien mitzubringen. Oder wie wäre es, wenn man gleich einen Entwurf für den „Speiseplan“ macht?
Für Fortgeschrittene: Diskussion übers Fliegen und CO2-Ausgleich
Der liebe Sommerurlaub ist ein Thema für ältere Lernende. Die naheliegende Idee eines Urlaubs mit der Bahn oder gleich auf „Balkonien“ ist zwar schnell gefunden. Spannender und tiefgründiger ist aber der Diskurs übers Fliegen mit CO2-Ausgleich. Schafft dies nur ein gutes Gewissen oder bringt das wirklich etwas? Auch hierzu lassen sich zahlreiche Informationen im Netz finden.

Das beiliegende Arbeitsblatt bietet einen schnellen Einstieg in die Zusammenhänge des CO2-Ausgleichs. Und wie wäre es mit einer Pro-Kontra-Diskussion?
Der Sommer bietet also viele Ansatzpunkte für die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit. Und am Ende gehen die Kinder und Jugendlichen hoffentlich mit erfrischenden Tipps, einem breiteren Wissen über Klimafallen und einem guten Gefühl in die Ferien.
Wenn ihr euch noch mehr für das Thema Nachhaltigkeit und Reisen interessiert, dann könnt ihr in unserem Artikel zum nachhaltigen Gap Year mehr dazu lesen.








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