Nachhaltig reisen – geht das?
Reisen und Nachhaltigkeit müssen nicht immer konträr betrachtet werden. Es gehört jedoch ein bisschen mehr dazu als auf den Flieger zu verzichten und auf die Bahn umzusteigen. Vor der Pandemie verursachte der Tourismus acht Prozent aller Treibhausgasemissionen. Innerhalb des Tourismus verursachten Fernreisen sogar über 17 Prozent der klimaschädlichen Emissionen und waren damit Spitzenreiter. Das zeigt, dass der Umstieg von Flug- auf Bahnreise definitiv sinnvoll ist. Allerdings ist das nicht immer umsetzbar. Deshalb auf wertvolle Erfahrungen fürs Leben verzichten? Das geht auch anders!
Daher folgen nun Tipps, Tricks und Optionen, die nicht nur euch selbst beim nachhaltigen Reisen unterstützen können, sondern die vor allem auch für klimainteressierte Lernende nützlich sind, die die Welt erkunden und trotzdem zur Erreichung der Klimaziele beitragen wollen. Schließlich geht es nicht immer nur um Verzicht, sondern häufig in erster Linie ums Umdenken. Wie geht es also weiter nach der Schulzeit? Mit den folgenden Informationen gelingt es euch garantiert, in eurem Unterricht nachhaltige Gap-Year-Varianten zu präsentieren und Jugendlichen Möglichkeiten aufzuzeigen, die ihnen beides bieten: Fernreise und Nachhaltigkeit.
Reisen und Nachhaltigkeit müssen nicht immer konträr betrachtet werden. Es gehört jedoch ein bisschen mehr dazu als auf den Flieger zu verzichten und auf die Bahn umzusteigen. Vor der Pandemie verursachte der Tourismus acht Prozent aller Treibhausgasemissionen. Innerhalb des Tourismus verursachten Fernreisen sogar über 17 Prozent der klimaschädlichen Emissionen und waren damit Spitzenreiter. Das zeigt, dass der Umstieg von Flug- auf Bahnreise definitiv sinnvoll ist. Allerdings ist das nicht immer umsetzbar. Deshalb auf wertvolle Erfahrungen fürs Leben verzichten? Das geht auch anders!
Daher folgen nun Tipps, Tricks und Optionen, die nicht nur euch selbst beim nachhaltigen Reisen unterstützen können, sondern die vor allem auch für klimainteressierte Lernende nützlich sind, die die Welt erkunden und trotzdem zur Erreichung der Klimaziele beitragen wollen. Schließlich geht es nicht immer nur um Verzicht, sondern häufig in erster Linie ums Umdenken. Wie geht es also weiter nach der Schulzeit? Mit den folgenden Informationen gelingt es euch garantiert, in eurem Unterricht nachhaltige Gap-Year-Varianten zu präsentieren und Jugendlichen Möglichkeiten aufzuzeigen, die ihnen beides bieten: Fernreise und Nachhaltigkeit.
Nachhaltig die Welt erkunden – das geht!
Ein Gap Year kann dabei sogar die beste Möglichkeit sein mit gutem Gewissen die Welt zu erkunden. So gilt es als nachhaltige Form des Reisens, da der Aufenthalt meist für einen längeren Zeitraum geplant ist und sechs Monate bis ein Jahr beträgt. Natürlich schmälert das nicht den ökologischen Fußabdruck bei An- und Abreise, allerdings kann durch einen längeren Aufenthalt und damit dem längeren Verweilen an einem Ort mächtig gespart werden. Wie so häufig zählt nämlich auch hier: Die Menge macht’s! Außerdem besteht die Möglichkeit den Flug mit Spenden für Klimaschutzprojekte auszugleichen. Empfehlenswerte Anbieter sind Atmosfair, Klima-Kollekte und Primaklima, wie Tests der Stiftung Warentest zur CO2 -Kompensation darlegten.
Inzwischen gibt es auch etliche Organisationen, die bewusst dabei unterstützen, das Gap Year zahlreicher Jugendlicher und Erwachsener nachhaltig zu gestalten. In diesem Kontext werden auf der Webseite Nachhaltiges Reisen die unterschiedlichen Reiseformen dargelegt und berichtet, in welcher Form hier an der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele mitgewirkt werden kann und trotzdem nicht auf eine Reise verzichtet werden muss. Bei einem internationalen Freiwilligendienst besteht zum Beispiel die Möglichkeit, direkt verschiedene soziale Projekte vor Ort zu unterstützen. Außerdem kann man gleichzeitig einzigartige Erfahrungen gewinnen, indem Veränderungen bewirkt, neue Kontakte mit Einheimischen geknüpft und neue Kulturen kennengelernt werden. Da es den jungen Erwachsenen häufig auch gewährt ist, eigene Ideen in die Projekte miteinfließen zu lassen, können diese zudem vor Ort für mehr Nachhaltigkeit plädieren und den Einheimischen das Thema Klimaschutz näherbringen.
Wwoofing: Einen nachhaltige Gap-Year-Variante
Eine weitere Möglichkeit, nachhaltig zu reisen und ferne Länder zu erkunden, stellt Wwoofing dar. Die Plattform WWOOF bietet hierzu zahlreiche Informationen, um auf biologischen Farmen weltweit zu arbeiten. Hier werden nicht nur kulturelle Eigenarten hautnah erlebt, sondern auch landwirtschaftliche Praktiken erlernt. Darüber hinaus wohnen die freiwilligen Helfer und Helferinnen beim Wwoofing bei Gastgebern, die meist einem nachhaltigen Leben nachgehen. Hierzu gehören naturbelassene Unterkünfte und vor allem der Verbrauch regionaler, selbst angebauter Lebensmittel. Und das Beste: Zeitgleich werden auch noch lokale Projekte unterstützt. Durch das lange Verweilen an einem Ort werden während eines Gap Years eine Menge an Emissionen gespart. Außerdem üben vor allem häufig Länder, in denen internationale Sozialarbeit oder Wwoofing angeboten werden, Praktiken aus, die sich nach der Rückkehr ins eigene Land im Kampf gegen die Erderwärmung umsetzen lassen. Alles in allem ist es daher sinnvoll Reiseanbieter und -angebote ausfindig zu machen, die verbindliche Umwelt- und Sozialstandards pflegen. Zudem ist es das Mindset das überwiegend zu einem umweltfreundlichen Leben beiträgt. Das bedeutet, dass auch im Ausland Rücksicht auf Lebensräume von Tieren, Pflanzen und Menschen genommen werden sollte. Am Ende ist es nämlich das Tägliche, das Veränderung schafft.
Grüner Reisen muss nicht immer schwierig sein. Genau das sollte Jugendlichen und jungen Erwachsenen helfen, ihren inneren Konflikt zu besiegen und trotz Herausforderungen einen Weg zu finden, der beides ermöglicht: Fernreise und Klimaschutz.
Der Ratgeber Grüner Leben nebenbei von der Stiftung Warentest enthält zudem viele weitere Tipps, wie der ökologische Fußabdruck in diversen Lebensbereichen mühelos verringert werden kann. Wichtig ist daher zu verinnerlichen, dass Erfahrungen fürs Leben auch nachhaltig im Ausland gemacht werden können, entscheidend ist nur, auch in dieser Zeit umweltfreundlich zu leben.
Mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes besteht zudem die Möglichkeit, die CO2-Bilanz berechnen zu lassen. Hier können unterschiedliche Eventualitäten vor Reiseantritt getestet werden, die dann für ein möglichst emissionsarmes Gap Year ausschlaggebend sein können.
Nur Mut zur Reiselust
USA, Australien oder Neuseeland – die Abenteuerlust zahlreicher Lernender muss nicht zu kurz kommen. Alles ist möglich. Die Art und Weise ist entscheidend. Deshalb ist es umso wichtiger, Projekte zu unterstützen, die beides miteinander vereinbaren: Klimaschutz und Fernreise. Jugendliche und junge Erwachsene dürfen jedenfalls ermutigt werden ihren eigenen Weg des klimafreundlichen Reisens zu gehen.

Es ist keinesfalls verwerflich dem Ruf der großen, weiten Welt nachzugehen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Mit dem richtigen Mindset für ein umweltgerechtes Miteinander ist das umsetzbar. Reisen erweitert unseren Horizont und geht auch nachhaltig. Es ist also weniger der Verzicht, sondern viel mehr das Umdenken, das darüber entscheidet, wie gut es uns gelingt die Klimaziele zu verfolgen und gleichzeitig für uns unentdeckte Welten jenseits der Ländergrenzen zu erkunden.
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