Was ist ein „Öko-Kajak“?
Ein Öko-Kajak ist nicht etwa ein ökologisch produziertes Kajak – es trägt aber auf eine andere Weise zum Umweltschutz bei. Und zwar, indem beim Kajakfahren Müll aus dem Wasser gefischt werden kann. Dafür sind am Kajak Tonnen für den Müll befestigt, außerdem bekommen die Fahrenden Greifzangen, die dazu benutzt werden können, den Müll aus dem Wasser zu holen.
Die Zugvögel, ein Kanuverleih und -touren Veranstalter, ist ein Anbieter, der an verschiedenen Standorten rund um Stuttgart insgesamt drei Ökokajaks für Fahrten auf den Flüssen Enz, Neckar und Rems anbietet. Diese sind breit gebaut und stabil, sodass sie auch für „Kajak-Neulinge“ und Kinder geeignet sind. Natürlich gibt es außerdem Schwimmwesten für die Sicherheit und das Tempo kann selbst bestimmt werden. Dafür, dass bei der Fahrt etwas Gutes für die Umwelt getan wird, ist die Kajakfahrt kostenlos. Vor der Abfahrt erhält man von einem Mitarbeitenden des Verleihs noch eine Einweisung zur Nutzung des Kajaks und Tipps zum Schutz der heimischen Flora und Fauna entlang der Route.

Neben den Zugvögeln gibt es auch noch andere Anbieter mit einem ähnlichen Angebot wie die aus Dänemark stammende Initiative GreenKayak, die mittlerweile in Hamburg und Berlin vertreten sind. Schaut doch mal gemeinsam mit euren Lernenden, ob es bei euch in der Umgebung etwas wie Müll-Kajaks gibt.
Wir haben das Öko-Kajak für euch ausprobiert!

Zwei Mitarbeiterinnen des Ernst Klett Verlags sind vor Kurzem selbst mit einem Öko-Kajak gefahren. Mit dem Kajak „Bibi“, das aussieht wie ein Flusspferd, waren die Mitarbeiterinnen auf der Enz unterwegs und konnten während ca. zwei Stunden Fahrt diverse Dinge aus dem Wasser ziehen. Darunter waren leere Getränkedosen und -flaschen sowie besondere Funde: ein Ball und ein kleiner Plastikeimer.
Auch die verschiedenen Tiere, die man während der Fahrt entdecken kann, sind ein Highlight: Schildkröten, Enten und Fische sind immer wieder im Wasser und am Uferrand zu sehen.
Die Fahrt hat sich also auf jeden Fall gelohnt und darüber hinaus kam der Spaß auch nicht zur kurz!
Eine (Öko-)Kajaktour als Klassenausflug
Eine Fahrt mit dem Öko-Kajak lässt sich auch prima als Ausflug mit der Klasse veranstalten. Es gibt zwar nicht ausreichend Öko-Kajaks für alle Kinder, aber Eimer und Greifzangen können nach Absprache mit dem Verleih-Anbieter bestimmt auch in einem normalen Kanu mitgenommen werden. Außerdem eignet sich eine Tour auf dem Fluss gut als Einstieg oder Abschluss einer Unterrichtseinheit wie z. B. zum Thema „Wasser“.
Hinweis
Für alle Lehrkräfte aus Baden-Württemberg: Das Kultusministerium unterstützt mit dem Programm Lernen mit Rückenwind unter anderem Kajak- und Kanutouren noch bis zum 31. Juli 2024.
Wasserverschmutzung als Thema im Unterricht
Im Vorfeld, während oder auch nach einer Öko-Kajak-Tour kann das Thema Wasser und Umweltschutz gemeinsam mit den Lernenden behandelt werden. Dazu eignen sich zum Beispiel die eCourses „Projekt Nachhaltigkeit“. In welchen Kapiteln passende Themen behandelt werden, seht ihr unten bei den Produktempfehlungen.
Produktempfehlungen
Im zweiten Kapitel „Wasser – die Grundlage allen Lebens“ wird das Thema Wasser ausführlich behandelt. Im Kapitel „Natur genießen und schützen“ geht es um Ökosysteme als Lebensräume.
Im Kapitel „Sauberes Wasser für alle Lebewesen“ findet ihr Informationen und Aufgaben rund um die Entwicklungsziele 6 (Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen) und 14 (Leben unter Wasser).
Das Entwicklungsziel 14 (Leben unter Wasser) findet ihr im Kapitel „Unsere Erde schützen“.
Wenn ihr euch dafür interessiert, was man noch im Unterricht bzw. mit der Klasse aktiv gegen die Umweltverschmutzung tun kann, findet mehr zum Thema in diesem Beitrag über Plogging.








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