Warum mangelt es vielen an Motivation?
Viele Menschen sind frustriert und glauben nicht, dass mit ihrem persönlichen Verzicht wirklich etwas bewirkt werden kann. Die vermeintliche Aussichtslosigkeit der Lage bewirkt, dass einige ihr Verhalten nicht ändern oder sich nicht einschränken wollen. Ein weiterer Punkt ist damit auch schon angesprochen: Viele nehmen eine nachhaltigere Lebensweise als Einschränkung war und denken, auf vieles verzichten zu müssen. Doch auch kleine Schritte (mit wenig oder keiner Einschränkung) können bereits helfen. Damit kommen wir zu Tipp 1.
Tipp 1: Mit etwas Einfachem beginnen
Statt den Lernenden und/oder anderen Lehrkräften zu sagen, was sie alles ändern müssen, macht es lieber Schritt für Schritt und fangt dabei mit etwas Einfachem an. Zum Beispiel dem Vorschlag, Fahrgemeinschaften zur Schule zu bilden, statt dass jeder einzeln mit dem Auto gebracht wird bzw. selbst fährt. So hat niemand das Gefühl, auf seinen Komfort beim Schulweg verzichten zu müssen und es ist schon etwas nachhaltiger, wenn nur ein Auto statt dreien zur Schule fährt.
Oder schlagt vor, einen Jutebeutel zum Einkaufen mitzunehmen, um dort keine Plastiktüte kaufen zu müssen.
Tipp 2: Fokus auf das Positive
Zeigt die positiven Seiten auf. Auch hier sind die Jutebeutel ein gutes Beispiel – sie sind deutlich belastbarer als Plastik- oder Papiertüten, sodass sich damit auch schwere Einkäufe gefahrlos transportieren lassen. Und jede gesparte Tüte bedeutet auch ein paar gesparte Cents. Lasst eure Lernenden doch zum Beispiel einmal ausrechnen, wie viel Geld man im Jahr sparen würde, wenn man dreimal pro Woche keine Tüte kauft. Oder lasst jeden ein Positivbeispiel vorstellen – entweder von sich selbst oder aus dem eigenen Umfeld. Erfolg motiviert!
Tipp 3: Appelliert an die Vorbildfunktion
Um andere im Kollegium zu motivieren, mehr Nachhaltigkeit in den Unterricht zu bringen, könnt ihr ihnen bewusst machen, dass sie ein Vorbild für die Kinder und Jugendlichen sind. Mit ihrem Verhalten beeinflussen sie – bewusst oder unbewusst – das der Lernenden. Es liegt also zum Teil in ihrer Verantwortung, die Kinder zu reflektierten Menschen in Bezug auf Nachhaltigkeit zu erziehen. Wichtig dabei: Kein erhobener Zeigefinger, sondern ein Aufzeigen der Möglichkeiten.
Tipp 4: Verbündete suchen
Wenn man an einem gemeinsamen Ziel arbeitet, macht es direkt viel mehr Spaß. Sorgt also für regelmäßigen Austausch sowohl im Klassenzimmer als auch im Kollegium. Wer hat gerade tolle neue Ideen? Wer hat gerade welchen Vorsatz für mehr Nachhaltigkeit? Gibt es Themen, die man gemeinsam angehen kann wie z. B. bessere Mülltrennung im Klassenzimmer oder eine gesündere und nachhaltigere Ernährung?
Tipp 5: Andere Formate nutzen
Textarbeit, Frontalunterricht, Gruppenarbeit … Sucht doch zur Vermittlung von BNE und zur Motivation zu mehr Nachhaltigkeit mal andere Lernformen und lasst euch inspirieren. Wie wäre es zum Beispiel mit Plogging? Oder ihr macht ein Quiz zu mehr Nachhaltigkeit, setzt Upcycling-Ideen um (z. B. könnt ihr ein Vogelhaus aus einem Getränkekarton bauen) oder denkt euch eine Challenge aus … Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!







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