Nachhaltigkeit im Unterricht
Der Blog für BNE in der Schule

BNE-Kompetenztag 2026: Impulse, Projekte und produktiver Austausch

Unter dem Motto „BNE, die bleibt – von der Praxis zur Haltung“ fand im Juni in Köln der 5. Kompetenztag zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) statt. Zwei Tage lang trafen sich Menschen aus unterschiedlichen Klett-Unternehmen aus mehreren Ländern, um sich über aktuelle Fragen und gute Praxis rund um BNE auszutauschen – engagiert, offen und mit spürbarer Lust auf Veränderung.

Vielfalt der Perspektiven – vom Kindergarten bis zum Schulbuch-Verlag

Multiplikator:innen aus Schulen, Kitas, Hochschulen und Verlagen brachten ihre Erfahrungen in Vorträgen, Diskussionen und Workshops ein. Dadurch entstand ein facettenreicher Blick auf die Frage, wie BNE dauerhaft in Bildungseinrichtungen verankert werden kann, nicht nur als Projekt, sondern als gelebte Haltung. In diesem Jahr standen drei Themen im Fokus: Wirkung von BNE, BNE und Künstliche Intelligenz und Desinformation im Kontext von BNE.

Konkrete Projekte, echte Wirkung

Besonders inspirierend waren die zahlreichen Praxisbeispiele. Kinder aller Altersgruppen engagieren sich gemeinsam mit Lehrkräften und Erzieher:innen auf ganz unterschiedliche Weise für Nachhaltigkeit. Vorgestellt wurden unter anderem:

  • Schulgärten, in denen Kinder Pflanzen anbauen, ökologische Zusammenhänge entdecken und Verantwortung übernehmen.
  • Maßnahmen zur Ressourcenschonung, etwa die gezielte Reduktion von Papierhandtüchern im Schulhaus.
  • Ein komplett nachhaltiges Schulfest, bei dem von der Verpflegung über die Dekoration bis hin zum Müllkonzept möglichst ressourcenschonend geplant wurde.

Dabei wurde deutlich: Es geht längst nicht mehr nur um ökologische Aspekte. Viele Projekte greifen auch die soziale, ökonomische und kulturelle Dimension von Nachhaltigkeit auf – etwa durch faires Miteinander, verantwortungsbewussten Konsum oder die Wertschätzung kultureller Vielfalt.

Was gute BNE-Projekte gemeinsam haben

Trotz der Unterschiedlichkeit der Projekte zeigte sich eine große Einigkeit in einigen zentralen Punkten. Erfolgreiche BNE-Arbeit bedeutet:

  • Langlebigkeit: BNE braucht langen Atem und verlässliche Strukturen, um Wirkung zu entfalten.
  • Kinder wirklich beteiligen: Kinder sollen nicht nur mitmachen, sondern verstehen, warum ihr Engagement wichtig ist, sowohl für sie selbst und für ihre Umwelt.
  • Fehler zulassen: Irrwege, Missgeschicke und Rückschläge gehören zum Lernprozess und werden als Chancen genutzt
  • Balance bei Verantwortung: Verantwortung übernehmen ist wichtig, aber Verantwortungsüberfrachtung sollte vermieden werden, bei Kindern und bei Lehrkräften.
  • Haltung vorleben: Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte sind wichtige Vorbilder. BNE wird glaubwürdig, wenn Haltung im Alltag sichtbar wird.
  • BNE als Motor für Veränderung: Viele Teilnehmende sehen BNE als echten Katalysator für Transformation.

Inspirierende Tage – mit Blick nach vorn

Gemeinsam mit Teilnehmenden aus verschiedenen Unternehmen wurden Good Practices sichtbar gemacht, neue Impulse gesetzt und konkrete Ideen entwickelt, wie BNE langfristig verankert werden kann. Die Atmosphäre war geprägt von Offenheit, gegenseitiger Wertschätzung und der gemeinsamen Überzeugung, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung ein zentraler Schlüssel für die Zukunft ist.

Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen hat eindrucksvoll gezeigt, mit wie viel Engagement BNE bereits heute vorangetrieben wird und welche Synergien entstehen, wenn unterschiedliche Akteur:innen zusammenarbeiten.

Es waren zwei sehr produktive, anregende und spannende Tage. Die Vorfreude auf den nächsten BNE-Kompetenztag ist entsprechend groß: Die Arbeit geht weiter – für eine BNE, die bleibt.

zwei Frauen vor einem Plakat zum Thema Demokratie
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