Nachhaltigkeit im Unterricht
Der Blog für BNE in der Schule

Unverpackt-Läden: Nische oder Trend der Zukunft?

Mittlerweile gibt es in fast jeder größeren Stadt Geschäfte, in denen man unverpackte Ware kaufen kann. Hier erfahrt ihr mehr über das Konzept!

Obst, Gemüse, Müsli, Kaffee, diverse Nudelsorten ebenso wie Seife, festes Shampoo oder Zahnbürsten aus Bambus – all das findet man in sogenannten „Unverpackt-Läden“. Der Name beschreibt eigentlich schon ihre Besonderheit: Anders als in Supermärkten, in denen oft alles doppelt und dreifach in Plastik eingepackt ist, bringt die Kundschaft hier die Verpackungen selber mit. Meistens sind es Einmachgläser, Glasflaschen, alte Marmeladengläser oder auch Brotdosen. Wer selbst kein geeignetes Gefäß hat, kann oftmals auch im Laden aus einer Sammlung wählen.

Unverpackt Einkaufen: So funktioniert es

Das Prinzip ist ganz einfach: Zunächst wird der Behälter gewogen, sodass dieses Gewicht an der Kasse abgezogen werden kann. Danach kann individuell befüllt werden. Das ist ein weiterer Vorteil im Vergleich zu „klassischen“ Geschäften man kann genau so viel kaufen, wie man tatsächlich braucht, und vermeidet dadurch, Lebensmittel wegwerfen zu müssen. Ein kleiner Schritt, die 78 Kilogramm Essen, die in Deutschland jährlich pro Kopf im Müll landen [Quelle: BMEL], zu reduzieren.

Zahlreiche Metallstrohhalme in einem Glas

Warum Unverpackt-Läden im Trend sind

Neben der Reduzierung der Lebensmittelverschwendung ist auch das steigende Umweltbewusstsein der Menschen ein Grund: In einer Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Verbrauchs- und Medienanalyse gaben knapp 70 % der Befragten an, dass sie immer oder zumindest meistens versuchen, Plastikverpackungen beim Einkaufen zu vermeiden. [Quelle: statista] Zudem sind die Produkte in einem Unverpackt-Laden meistens regional und saisonal. Es gibt also mehrere Faktoren, welche die Kundschaft zu einem Einkauf dort bewegen können.

Aktuelle Probleme

Parallel zu vielen Neueröffnungen mussten in den letzten Jahren jedoch auch zahlreiche Unverpackt-Läden wieder schließen. Ein Grund dafür ist die Corona-Pandemie, andere Ursachen sind der Krieg in der Ukraine sowie die Inflation. All dies führt dazu, dass Menschen vorsichtiger mit ihren finanziellen Ressourcen umgehen. Durch die Agenda 2030 der UNSECO, die weltweit Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Fokus rückt, und das generell weiter steigende Interesse an Nachhaltigkeit ist aber zu hoffen, dass die Nachfrage wieder steigt.

Glasbehälter mit verschiedenen Lebensmitteln werden aus einer Stofftasche genommen

Über den Button gelangt ihr zu einer Liste des NABU mit Unverpackt-Läden. Vielleicht schaut ihr mal mit eurer Klasse, ob es bei euch in der Umgebung einen gibt?

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Über die Autorin

Mona Klinkhardt

Meine Liebe zu Büchern zog mich vom hohen Norden zunächst nach Mainz für mein Bachelorstudium der Buchwissenschaft und Germanistik. Danach habe ich in Stuttgart an der Hochschule der Medien Crossmedia Publishing & Management studiert und fing im Anschluss an, im Ernst Klett Verlag zu arbeiten. Ich bin Projektmanagerin im Bereich „Business Development“, betreue den Nachhaltigkeitsblog von redaktioneller Seite und bin Nachhaltigkeitsbotschafterin für den Verlag. Auch privat beschäftige ich mich viel und gerne mit den Themen Nachhaltigkeit und Gleichberechtigung.

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