Die fehlende Fähigkeit zur Selbstregulation kann die nachhaltige Lebensweise von Menschen verhindern. Sport fördert diese Selbstregulationsfähigkeit. Sport „trainiert“ auch kognitive Funktionen. Bestimmte kognitive Funktionen sind für ein von Motiven geleitetes zielgerichtetes und bewusstes Verhalten notwendig. Hieraus kann erst selbstreguliertes, dann langfristig nachhaltiges Handeln resultieren.
Kognition und Nachhaltigkeit
Obwohl viele Menschen motiviert sind, nachhaltig zu handeln, tun sie es nicht. Das Scheitern liegt oft an der disziplinierten Umsetzung der Motivation in das tatsächliche Verhalten; hierfür bedarf es der Selbstregulationsfähigkeit. Konkret geht es um die tatsächliche Umsetzung einer Entscheidung durch zielgerichtetes Tun, Dulden oder Unterlassen von Handlungen im Alltag, die einer nachhaltigen Lebensweise ausgerichtet sind. Menschen haben im Alltag jedoch nicht lediglich das Ziel, nachhaltig zu handeln. Sie verfolgen oft zeitgleich zum Teil rivalisierende Ziele (z. B. Reisen), die um begrenzte zeitliche, monetäre und kognitive Ressourcen konkurrieren. Es entstehen Zielkonflikte und sogenannte „selbstregulatorische Dilemmata“. Um das Ziel, nachhaltig zu handeln, in tatsächliches Verhalten umsetzen zu können, muss die Aufmerksamkeit von ablenkenden Faktoren ferngehalten und Versuchungen, die Hürden für die Erreichung des Ziels darstellen, unterdrückt werden. Aufmerksamkeitslenkung und Impulsunterdrückung sind kognitive Prozesse, die den Menschen bei der Regulierung des Verhaltens unterstützen.
Sport stärkt Fähigkeit zum bewussten Handeln
Die Wissenschaft erforscht die komplexen Zusammenhänge von nachhaltigem Verhalten und den oben genannten kognitiven Funktionen. Es wurden Korrelationen zwischen Parametern bzgl. Sport, Kognition und Nachhaltigkeit beobachtet: Kognitive Funktionen helfen, den nicht nachhaltigen Verlockungen zu trotzen und werden durch Sport gefördert! Wer sich viel und sportlich bewegt (z. B. fünf Mal die Woche eine halbe Stunde Laufen oder Radfahren) trainiert Fähigkeiten, die selbstreguliertes Verhalten auch in schwierigen Situationen ermöglichen. So werden die kognitiven Voraussetzungen dafür geschaffen, sich für ein evtl. unangenehmes, aber dafür nachhaltiges, Handeln zu entscheiden. Gepaart mit einer gezielten Wertevermittlung hilft Sporttreiben also Personen mit der Motivation zur nachhaltigen Lebensweise, ihre Ziele in die Tat umzusetzen, und somit tatsächlich etwas Gutes zu bewirken.
Wer Sport treibt, erarbeitet sich mehr und mehr die (kognitive) Fähigkeit, an nachhaltigen Zielen festzuhalten und diese auch tatsächlich zu erreichen.
Darüber hinaus gibt es auch konkrete Möglichkeiten, BNE in den Sportunterricht einzubinden. Tipps und Materialien findet ihr auf der Seite der Technischen Universität München.








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